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Das Schwedenheim

In der Schopenhauerstr. 26 absolvierte Frau H. als junges Mädchen von 1959 bis 1961 ihre Ausbildung zur Hauswirtschaftsgehilfin. Das sogenannte „Schwedenheim“, so erzählte sie uns, war eine Erholungseinrichtung für Mütter und Kinder vom Schwedisch-Christlichen Hilfswerk. In dieser Einrichtung konnten Mütter und Kinder ihre Ferien in separaten Häusern verbringen, sich erholen sowie wieder Kraft und Mut tanken. Die Mütter konnten die Tage mit Gymnastik oder Handarbeiten in der Nähstube verbringen. Sie konnten singen oder Ausflüge in die Umgebung machen. Die Kinder waren in von den Müttern getrennten Kinderstationen untergebracht und spielten dort unter sich oder mit den Erzieherinnen.

Als junges Mädchen war Frau H. eine von bis zu 20 Auszubildenden, die im Schwedenheim täglich anfallende Aufgaben verrichteten. Der Tag begann stets mit einem Gottesdienst um 8 Uhr.

Im Schwedenheim wurde täglich frisch gekocht und, wie es damals üblich war, natürlich alles von Hand durch die Hauswirtschaftsgehilfinnen abgewaschen. Als Auszubildende arbeitete Frau H. so wie alle Mädchen während ihrer Lehrzeit in verschiedenen Häusern. Unter anderem in der Lehr- und Hauptküche, in der Waschküche, Nähstube, Kinderstation und in der Garten- und Hauspflege.

Nach abgeschlossener Ausbildung zog es Frau H. an andere Orte, aber noch heute denkt sie gerne an das Schwedenheim zurück. Als Auszubildende bekam man schließlich einmal im Monat eine große Dose Milchpulver, ein Pfund Butter und eine Packung Knäckebrot, welches gleich die ganze Familie miternährte.

Was aus dem Schwedenheim geworden ist, weiß Frau H. leider nicht. Wissen Sie vielleicht mehr? Oder möchten Sie eine andere Geschichte teilen?

Dann kommen Sie in unser Erzähl-Café zu Kaffee und Kuchen in die Gemeinde Schlachtensee oder schreiben Sie uns!

Kontakt:

Lucas Piechotta
Telefon: 0152 24 14 92 24
E-Mail: kiezgeschichten(at)web.de
Adresse: Ev. Kirchengemeinde Schlachtensee, Matterhornstr. 37/39 in 14129 Berlin

Letzte Änderung am: 16.07.2018